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Persönliche Daten verkaufen – niemals?

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Digitale Eskapade

Noch sorgen die Themen Cookies, Retargeting, Datenschutz und Co durchaus für Ablehnung seitens der User. Mit den Firmen Reputation und Handshake gibt es nun jedoch die beiden ersten Startups, die persönliche Informationen jeglicher Art direkt beim User abkaufen. Ist 3rd Party Data bald Geschichte?

Auch wenn heute noch wenig darüber gesprochen wird, verdienen viele Firmen ihr Geld bereits damit, User-Daten zu verkaufen. Dabei kann es um spezifische Informationen über die Internetaktivität eines bestimmten Nutzers gehen oder um aggregierte Datenprofile auf der Basis tausender anonymisierter Nutzer. Handshake möchte nun als Plattform direkt zwischen dem User und dem Hersteller fungieren. Der User gibt persönliche Informationen wie Alter, Einkommen oder zum Beispiel auch Schlafgewohnheiten von sich Preis, dafür erhält er im Gegenzug Geld oder Gutscheine vom nachfragenden Hersteller. Handshake steht nach eigenen Angaben mit den ersten Kunden in Gespräch, die das Modell in Kürze testen wollen. Außerdem besteht für Endverbraucher die Möglichkeit, sich als Beta-Tester zu registrieren.

Auswirkungen

Mit der Transparenz des Datengeschäfts ergeben sich für alle Branchen neue Möglichkeiten, besonders für die, die ihre Produkte online vertreiben. Die Treffergenauigkeit von Targetings kann immens gesteigert werden und selbst sehr spitze Zielgruppen können explizit angesprochen werden.

Ausblick

Mit attraktiven Vergütungsmodellen für den Endverbraucher und relevanten Insights für die Hersteller kann die Branche des Datenkaufs sicher an Bedeutung gewinnen. Jedoch bleibt die Frage, wie viele User ihre Daten wie ehrlich offenlegen. Reicht eine kleine Datenbasis aus, um sie auf eine große Menge hochzurechnen? Ein sehr interessantes Thema, das sich zu verfolgen lohnt.

Unser Fazit!

Die persönlichen Daten sind und bleiben ein interessantes Thema, dass sicher noch sehr lange diskutiert wird. Es gibt Leute, die nehmen die Erleichterungen gerne an und erkennen den Mehrwert. Sicher hat sich jeder schon einmal mit seinem Facebookprofil irgendwo eingeloggt. Aber es gibt eben auch Menschen, die lehnen dieses Modell ab. Daten sind jedoch bereits heute eine Währung, wenn man vermeintlich kostenlosen Content konsumiert, werden Daten bereits zur effizienteren Werbeaussteuerung und somit zur Refinanzierung verwendet.

 

Weitere Links

http://blog.trendone.com/2014/08/18/macro-trend-des-monats-data-deals/

http://techcrunch.com/2013/09/02/handshake/

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